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Nicht-medikamentöse Behandlung gegen Erkältung & Grippe

Während sich das Immunsystem um die Erkältungs- oder Grippeviren kümmert, können wir nur eins tun: die Symptome erträglich machen und die Abwehrkräfte unterstützen, so gut es geht. Neben meist rezeptfreien Medikamenten aus der Apotheke haben dabei auch Hausmittel ihren Platz. 

Tipps bei Erkältung und Grippe

Diese begleitenden Massnahmen haben sich zum Teil seit Grossmutters Zeiten bei Atemwegsinfekten bewährt:

  • Körperliche Schonung und (Bett)Ruhe 

Ruhe, den Infekt auskurieren: das ist bei Erkältungen und Grippe das Gebot der Stunde. Bei Fieber ist es ohnehin das Beste, im Bett zu bleiben – das schwere Krankheitsgefühl bei einer Influenza lässt meist gar keine andere Wahl. Auch bei leichteren Infekten sollte man Stress und körperliche Belastungen vermeiden. Ein kleiner Spaziergang an der frischen Luft schadet aber nicht: Wer fieberfrei ist, kurbelt damit den Kreislauf an und beugt Muskelverspannungen durch zu langes Liegen und Sitzen vor.

Zu Hause zu bleiben, ist ausserdem eine wirksame Vorbeugung: Wer sich bei Atemwegsinfekten von anderen Menschen fernhält, steckt niemanden an.

  • Viel trinken 

Bei einem Infekt mit erhöhter Temperatur oder Fieber geht durch Schwitzen Flüssigkeit verloren, genauso wie durch die vermehrte Schleimproduktion. Für jedes Grad über der Normaltemperatur (37 Grad Celsius) braucht der Körper einen halben Liter Flüssigkeit zusätzlich. Am besten sind Wasser und ungesüsste Tees: Linden- und Holunderblütentee wirken zudem fiebersenkend und helfen, den Infekt „auszuschwitzen“.

  • Luftfeuchtigkeit, Inhalationen und Gurgeln

Die Schleimhäute haben bei Atemwegsinfekten eine Schlüsselrolle: Sie müssen feucht bleiben, damit ihre Selbstreinigungskräfte funktionieren. Regelmässiges Lüften und eine Schale Wasser auf der Heizung sorgen für eine ausreichende Luftfeuchtigkeit im Krankenzimmer. 
Dampfinhalationen (bis zu drei Mal täglich für 5–10 Minuten) befeuchten die Schleimhäute und lösen den Schleim in Nase und Bronchien. Die Nase fühlt sich weniger verstopft an, auch druckbedingte Kopfschmerzen lassen dadurch mitunter nach. Erwachsene können dem Wasser zum Inhalieren ätherische Öle zusetzen: Pfefferminzöl, Eukalyptusöl und Latschenkieferöl gelten als schleimlösend, Kamille als entzündungshemmend und antibakteriell. Für Kinder und Menschen mit Asthma sind ätherische Öle nicht geeignet.

Auch Gurgeln mit Kamillen- oder Salbeitee tut den Schleimhäuten gut.

  • Wärme

Wärme kurbelt die Abwehrkräfte an. Ein heisses Fussbad – und anschliessend die Füsse in warme Socken packen –, eine kuschelige Decke, die gute alte Wärmflasche sind darum bei einer Grippe oder Erkältung gute Begleiter. 
Heisse Erkältungsbäder haben sich gerade zu Beginn von Erkältungskrankheiten bewährt: Das warme Wasser lockert die Muskeln, was Gliederschmerzen lindern kann. Und auch in der Wanne atmen wir den – mit Menthol oder Eukalyptusöl angereicherten – Wasserdampf ein und befeuchten wie beim Inhalieren die entzündeten Atemwege. Wichtig: Das Bad sollte nicht länger als 10 bis 20 Minuten dauern und die Wassertemperatur maximal 39 Grad betragen.

 

  • Kalte und warme Wickel

Dieses Hausmittel ist bei Grippe - und Erkältungssymptomen ein echter Klassiker: 

  • Wadenwickel bei Fieber: Baumwolltücher werden in lauwarmes Wasser getaucht, ausgewrungen und um die Waden gewickelt; aussen je ein trockenes Tuch drumherum. 
  • Halswickel bei Halsschmerzen: Hier wird in gleicher Weise der Hals umwickelt, mit lauwarmem Wasser, warmem Wasser – oder mit Quark. 
  • Brustwickel bei Husten: Dabei wird ein warmer Wickel um die Brust geschlagen. Die Wärme liefern warmes Wasser oder auch warme Kartoffeln. 

Die Wickel bleiben so lange an Ort und Stelle, bis sie sich der Körpertemperatur angepasst haben.

 

  • Ernährung während einer Grippe oder Erkältung

Auch wer krank ist, muss essen: Warum nicht gleichzeitig die Krankheit bekämpfen? Einige Nahrungsmittel gelten als Geheimtipps:

  • Scharfes, z.B. Chili, Ingwer: Die Schärfe durchblutet und wärmt die Schleimhäute in Mund und Rachen – das hilft den Abwehrkräften.
  • Hühnersuppe ist das Erkältungsessen schlechthin: Sie wärmt, sie enthält entzündungshemmende Eiweisse und wirkt gegen die Schwellung der Schleimhäute.
  • Viele schwören auf Honig, dem sie eine antibakterielle Wirkung zuschreiben; ausserdem beruhigt er die Mund- und Rachenschleimhäute.